Anmeldung gemäß VDE-AR-N 4110

für Anlagenleistungen an einem Netzanschlusspunkt ab einer Summenleistung von 135 kW bis zu einer Summenleistung von 36 MW

Hinweis: Eine Bearbeitung Ihres Anschlussgesuchs kann erst nach Vorliegen der vollständigen Anmeldeunterlagen erfolgen.

Zur leistungsgerechten Auslegung des Netzanschlusses sowie zur Beurteilung möglicher Netzrückwirkungen und zur Bestimmung der Art der Messeinrichtung (entsprechend der vom Netzbetreiber veröffentlichten Technischen Mindestanforderungen an die Messeinrichtungen) müssen Sie als Anschlussnehmer folgende Unterlagen rechtzeitig vor Beginn der Ausführungen bei der Netzgesellschaft Gütersloh einreichen:

  1. Angaben über die anzuschließenden elektrischen Anlagen 
    Verwenden Sie hierzu Formular E.1 "Antragstellung"

  2. Lageplan, aus dem Orts- und Straßenlage, die Bezeichnung und die Grenzen des Grundstücks sowie grafisch hervorgehoben der Errichtungsort der Erzeugungseinheiten hervorgeht

  3. Datenblatt mit den technischen Daten der Erzeugungsanlage
    Verwenden Sie hierzu Formular E.8 "Datenblatt einer Erzeugungsanlage/eines Speichers - Mittelspannung" 

  4. Deckblätter der Einheitenzertifikate und wenn erforderlich der Komponentenzertifikate und jeweils der digitale barrierefreie Auszug aus dem Prüfbericht „Netzverträglichkeit" der FGW TR 3 für alle in der Erzeugungsanlage vorgesehenen Typen von Erzeugungseinheiten.

    Diese Unterlagen bekommen Sie in der Regel vom Hersteller der Erzeugungseinheiten. Alternativ verwenden Sie Formular E.13 "Einheitenzertifikat" und Formular E.14 "Komponenetenzertifikat"
Nähere Informationen entnehmen Sie bitte Kapitel 4 der VDE AR-N 4110:2018-11

Der Anschlussnehmer hat im Planungsprozess der Erzeugungsanlage ein Anlagenzertifikat dem Netzbetreiber mindestens 8 Wochen vor Baubeginn beim Netzbetreiber vorzulegen.

Dabei wird zwischen den folgenden drei Anlagenzertifikaten unterschieden:

  • Anlagenzertifikat A: Standard Anlagenzertifikat;
  • Anlagenzertifikat B: vereinfachtes Anlagenzertifikat (nur bei Anschlüssen von Erzeugungsanlagen zwischen PAmax > 135 kW und PAmax" < 950 kW an Mittelspannungsnetze);
  • Anlagenzertifikat C: Anlagenzertifikat für Einzelnachweise.

Die Zuordnung einer Erzeugungsanlage in die verschiedenen Nachweisverfahren (PAmax > 135 kW und Pmax > 950 kW) ergibt sich aus der maximalen Wirkleistungen PAmax aller Bestands- und aller neu anzuschließenden Erzeugungseinheiten mit gemeinsamen Netzanschlusspunkt, wobei nur Erzeugungseinheiten aus Erzeugungsanlagen mit PAmax > 135 kW Berücksichtigung finden. Dabei ist es unerheblich, ob die Erzeugungseinheiten in das Netz des Netzbetreibers einspeisen oder nicht.

Alle weiteren Informationen zum Anschluss und Konformitätserklärung Ihrer Erzeugungsanlage und die weiteren Schritte im Rahmen der Inbetriebsetzungs- und Betriebsphase entnehmen Sie bitte der VDE AR-N 4110:2018-11. Die Anwendungsregeln des VDE können Sie beim VDE kostenpflichtig erwerben. 

Die Registrierung Ihrer Erzeugungsanlage muss innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme der Anlage erfolgen.

Bei einer verspäteten Registrierung erlischt der Vergütungsanspruch für den erzeugten Strom bis zur Registrierung.

Weitere Informationen zur Registrierung der Erzeugungsanlage beim Marktstammdatenregister hier.

Formulare

Formulare VDE-AR-N 4110 im Download Center  (unter der Rubrik "Formulare" - "Strom")

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